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HTW Hochtemperatur-
Werkstoffe GmbH

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Chemie, Analytik

Auf Grund seiner außergewöhnlichen Eigenschaften kann glasartiger Kohlenstoff SIGRADUR® vorteilhaft für unterschiedliche Aufgaben in der Chemie eingesetzt werden. SIGRADUR® ist wegen seiner hohen Korrosionsbeständigkeit für die chemische Analytik sehr gut geeignet. Laborgeräte aus SIGRADUR® weisen gegenüber konventionellen Geräten aus Platin, Gold und anderen korrosionsbeständigen Metallen, Sonderkeramiken und Fluorkunststoffen in wesentlichen Punkten Vorteile auf:
Die Produktpalette umfasst Tiegel, Becher, Schiffchen, Schalen u. a. zum Abrauchen, Eindampfen, Schmelzen und Aufschließen. Einige Anwendungsbeispiele von SIGRADUR® für Schmelzaufschlüsse sind in Tabelle 1 dargestellt.
SIGRADUR® ist u. a. gegen die in Tabelle 2 aufgelisteten Nassaufschlussmittel beständig und zeigt auch nach häufigem Gebrauch keinen durch Korrosion verursachten Abtrag.

Glaskohlenstoff wird wegen seiner elektrischen Leitfähigkeit und hohen Korrosionsbeständigkeit in der Elektrochemie genutzt. SIGRADUR®-Elektroden werden z.B. bei der zyklischen Voltammetrie, als Detektor in der Hochdruck-Flüssigkeitschromatographie und für die organische Elektrosynthese eingesetzt.
Die hohe Festigkeit des gasdichten, isotropen Werkstoffs ist Vorraussetzung für statisch und dynamisch belastete Bauteile aus SIGRADUR® für den Labor- und Betriebsbereich.
Reaktionsrohre und Auskleidungen für Druckgefäße aus SIGRADUR® haben sich im Einsatz bewährt.

Tabelle

Tabelle 1: Anwendungsbeispiele von SIGRADUR® für Schmelzaufschlüsse

Aufschlussmittel
Aufschluss von
KHSO4 - K2S2O7
Hochgeglühte Oxide von Eisen, Chrom, Titan, Zirkon; Ilmenit, Magnetit, Chromit, Columbit; Fluorkunststoffe
H3BO3 - B2O3
Korund, Sand, Silicate, Titanit, Email, Bariumsulfat
KHF2
Beryll, Columbit, Zinnstein, Chromit, Rutil, Zirkon, Schlacke
Borate1), Spectromelt®-Aufschlussmittel1)
Schlacken, Zement, Aluminiumsilicat, Katalysatormassen
NaOH, KOH
Monazit, Bauxit, Rotschlamm, Wolframerze, Rutil, Glas Zinnoxid
Alkalimetallcarbonate
Manganerze, Alkali-Kalk-Gläser, Beryll, Glasuren, Feuerfestmaterialien, Schlacken, Baryt, Wolframerze, Kryolith, Eisenerze
Na2O2 + NaOH or Na2CO3
Titanschlacke, Chromerz, Ferrophosphor, Hartmetall, Ferrolegierungen, Chromit, Beryll, Rutil Zirkon, Niob-Tantal-Erze, Ilmenit
KNO3 + NaOH or Na2CO3
Pyrit, Zinksulfid, Arsenkies, Ferrowolfram, Siliciumkarbid, biologisches Material
1) Aufschlüsse u. a. für die Röntgenfluoreszenzanalyse
Tabelle

Tabelle 2: Nassaufschlussmittel

Aufschlussmittel
Zusammenstellung
Gewichtsteile
Aufschluss von
HF
Siliciumnitrid, Selten Erden, Columbit
HF/H2SO4
10:1
Columbit- und Zirkonerze
HF/HNO3
1:2
Ferrolegierungen, Silicide, Lagermetalle
HF/HNO3/HCl
1:1:3
Ti-, Mo-, Sn-, Zr-, U-, Pt-Legierungen
HF/HNO3/H2SO4
20:1:2
Silicate, Bauxit, Ferro- und Germanium-Legierungen
HF/HNO3/HClO4
30:1:5
Silbererze, Rohphosphate, Silicate
HF/HCl/HClO4
6:2:1
Schlacken, Molybdänsulfid, Molybdänerze
HF/HCl/H2SO4
10:2:1
Silicate, Schlacken, Zirkon-Verbindungen
HF/HCl
1:1
Siliciumnitrid
HF/H3PO4
4:1
Mullit, Germanium-Erze
HF/HClO4
4:1
Org. Substanzen, Aufschluss mit Entfernung des Fluorid-Ions
HClO3
Organische Substanzen
HClO3/HCl
1:1
Pd-, Cd-, Al-, Mg-Legierungen, Indium, Weißmetall
HClO3/HCl/HNO3
5:5:1
Zinn-Legierungen, Pyrit und Wolframerze
HClO4
Stähle, Organische Substanzen
HCl/HNO3
3:1
Erze, Phosphate, Platin-Metalle
H3PO4
Zeolithe, Ferrite, Kaolin, Quarz
Verwendete Reagenzien
Konzentration
HNO3
65%
H2SO4
96%
HCl
37%
HF
40%
H3PO4
80%
HClO4
60%
HClO3
28% from KClO3 and dilute HClO4


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